"Bei uns läuft es anders"

Etwas Besonderes im Norden

Mütter mit Behinderung oder chronischer Krankheit haben in Hamburg einen wichtigen Anker: Sie können sich in der Gruppe M courage begegnen. Einmal im Monat treffen wir Frauen uns im kleinen Kreis von bis zu zehn Teilnehmerinnen. Dabei profitieren wir vom Erfahrungsaustausch und geben uns gegenseitig Kraft.

So unterschiedlich die Mütter der Gruppe auch sein mögen, so haben doch alle ähnliche Erfahrungen gemacht, kämpfen oft monatelang mit Kostenträgern um Hilfsmittel, stoßen im Alltag auf Barrieren oder mussten verschiedene Formen von Ausgrenzung erfahren. In der Müttergruppe können wir offen darüber sprechen. Vertraulichkeit ist oberstes Gebot – die Gruppe ist ein geschützter Raum. Wir verlassen uns darauf, dass Persönliches nicht nach außen getragen wird.


Was macht M Courage aus?


Jede Frau bringt etwas ganz Entscheidendes mit: Ihre eigene Geschichte, die sie mit der Gruppe teilt.
Das schafft Gemeinschaft, die wir gestalten. Von Behinderung oder Krankheit betroffene Mütter sind hier weder Opfer noch Bittstellerinnen. Ganz im Gegenteil: Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein haben enorme Bedeutung, gerade wenn man Hilfe annehmen muss (und das will gelernt sein). Mit und in der Gruppe können Mütter mit Behinderung aktiv sein, jede im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Einige Frauen machen mit der Teilnahme an den Treffen einen ersten wichtigen Schritt: Raus aus der Isolation.

Wer kann sich an uns wenden?

Bei M courage sind alle Frauen willkommen, die Interesse an einem ehrlichen und kontinuierlichem Austausch sowie an konstruktiver Gruppenarbeit haben. Die Art der Behinderung spielt dabei keine Rolle. In der Gruppe finden sich Mütter mit unterschiedlichen Körper- und Sinnesbehinderungen oder chronischen Krankheiten. Gebärden- oder Schriftdolmetscher sind möglich, Inhalte werden schriftlich festgehalten.

Auch schwangere Frauen mit Behinderung sind bei uns richtig – so können bereits viele Fragen geklärt werden, bevor das Baby kommt.

Und warum eigentlich „M courage“?

Der Name bezieht sich weniger auf die bekannte Figur aus Brechts Theaterstück. Er ist hier vielmehr wörtlich, ja buchstäblich, zu verstehen. Das M steht für Mutter, und courage bedeutet Mut. Mutter und Mut – das passt zu uns! Unser Name ist somit Programm und Ziel zugleich: Wir möchten Mut machen, das Leben mit Behinderung und Kind zu ergreifen.

Es ist nicht immer leicht, aber trotzdem wunderbar!

Wir freuen uns über jede Frau, die sich meldet und M courage bereichert!

Interessierten Frauen bieten wir vorab ein ausführliches Gespräch an. Darin beantwortet unsere Gruppenleiterin gerne alle Fragen, informiert über aktuelle Themenschwerpunkte oder anstehende Termine und berichtet vom genauen Ablauf der Treffen. Außerdem würden wir gerne mehr von Euren Erwartungen und Wünschen an uns als Gruppe erfahren. Einem Schnupper-Besuch steht dann nichts im Wege!

Grenzen der Gruppenarbeit

Die Gruppe gründet auf dem Prinzip der Selbsthilfe und unterscheidet sich somit von professionellen Beratungsangeboten. M courage lebt vom direkten Austausch. Bei komplexen und akuten Fragestellungen empfiehlt sich manchmal zunächst ein Einzelgespräch bei einer Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, wie Autonom Leben, um sich einen Überblick über die individuelle Situation zu verschaffen. M courage sitzt räumlich mit unter dem Dach von Autonom Leben – die Gruppentreffen finden in der Beratungsstelle in Hamburg-Altona statt.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir nicht die gesamte Lebenssituation von einzelnen Frauen während eines Treffens beleuchten können. Um allen Müttern der Gruppe gerecht zu werden, konzentrieren wir uns auf bestimmte Themenschwerpunkte, die wir gemeinsam festlegen. Trotzdem darf natürlich alles an- und ausgesprochen werden.

Mehr dazu finden Sie auf der Seite Treffen

Mehr zum Thema…

… gibt es übrigens beim Bundesverband behinderter Eltern: Broschüren, aktuelle Gerichtsentscheidungen, Links